Wann muss ein Keller trockengelegt werden?
- Rita Fröhlich

- 25. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 13 Stunden
Ein feuchter Keller ist mehr als nur ein unangenehmer Geruch. Feuchtigkeit kann die Bausubstanz schädigen, Schimmel verursachen und den Wert einer Immobilie langfristig mindern. Viele Schäden beginnen unauffällig und werden erst bemerkt, wenn bereits grössere Folgeschäden entstanden sind.
Wer früh handelt, spart oft viel Geld und verhindert aufwendige Sanierungen.

Woran erkennt man einen feuchten Keller?
Nicht jeder Keller fühlt sich gleich trocken an. Besonders ältere Gebäude weisen eine höhere Luftfeuchtigkeit auf. Es gibt jedoch deutliche Warnzeichen, die auf ein Feuchtigkeitsproblem hindeuten:
Muffiger oder modriger Geruch
Feuchte Flecken an Wand oder Boden
Abblätternde Farbe oder sich lösender Putz
Weisse Salzablagerungen auf dem Mauerwerk
Feuchte Kartons oder Möbel
Kondenswasser an kalten Wänden
Treten mehrere dieser Anzeichen gleichzeitig auf, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Wann muss ein Keller trockengelegt werden?
Eine professionelle Kellertrocknung ist notwendig, wenn Feuchtigkeit in das Mauerwerk, den Unterlagsboden oder andere Bauteile eingedrungen ist. Typische Ursachen sind:
Rohrbruch
Wasserschaden
Starkregen oder Hochwasser
Undichte Kellerwände
Defekte Drainagen
Eindringendes Grundwasser
Je länger die Feuchtigkeit im Gebäude bleibt, desto grösser ist das Risiko für Schimmel, Bauschäden und unangenehme Gerüche.

Nicht jeder feuchte Keller muss getrocknet werden
Viele Keller wirken im Sommer feucht, obwohl kein Wasserschaden vorliegt. Der Grund ist warme, feuchte Luft, die auf kalte Kellerwände trifft. Es bildet sich Kondenswasser.
Ob tatsächlich Feuchtigkeit im Mauerwerk vorhanden ist oder lediglich Oberflächenfeuchtigkeit entsteht, lässt sich mit einer professionellen Feuchtigkeitsmessung zuverlässig feststellen.
Eine seriöse Fachfirma entscheidet deshalb nicht nach Gefühl, sondern anhand von Messwerten.
Reicht Lüften aus?
Oberflächliche Feuchtigkeit verschwindet teilweise wieder.
Ist Wasser jedoch in den Bodenaufbau oder das Mauerwerk eingedrungen, reicht Lüften nicht aus. Die Feuchtigkeit bleibt im Gebäude und kann über Wochen oder Monate Schäden verursachen.
Dazu gehören:
Schimmelbildung
Beschädigte Böden
Durchnässte Dämmungen
Schäden an Holzbauteilen
Hohe Sanierungskosten
Je früher ein Keller getrocknet wird, desto geringer fallen die Folgeschäden aus.
Wie läuft eine professionelle Kellertrocknung ab?
Am Anfang steht immer die Ursachenabklärung. Erst wenn klar ist, woher die Feuchtigkeit stammt, kann die richtige Trocknung gewählt werden.
Je nach Schaden kommen unter anderem folgende Verfahren zum Einsatz:
Feuchtigkeitsmessung
Bautrockner
Luftumwälzung mit Ventilatoren
Unterlagsbodentrocknung
Hohlraumtrocknung
Abschlussmessung zur Kontrolle der Restfeuchtigkeit
Eine Trocknung gilt erst dann als abgeschlossen, wenn die gemessenen Feuchtigkeitswerte wieder im normalen Bereich liegen.
Was kostet eine Kellertrocknung?
Die Kosten hängen unter anderem von der Ursache, der Grösse des Kellers, der Bauweise und der Dauer der Trocknung ab.
Eine seriöse Fachfirma nennt deshalb keine Pauschalpreise, sondern erstellt nach einer Besichtigung und Feuchtigkeitsmessung eine transparente Offerte.
Bezahlt die Versicherung?
Bei einem versicherten Wasserschaden übernimmt häufig die Gebäudeversicherung oder Hausratversicherung die Kosten für die Trocknung.
Liegt die Ursache hingegen in einer mangelhaften Abdichtung oder altersbedingten Bauschäden, gelten andere Regelungen.
Deshalb lohnt es sich, einen Schaden möglichst früh zu melden und zu dokumentieren.
Unser Tipp
Ein feuchter Keller verschwindet selten von selbst. Je früher die Ursache gefunden wird, desto einfacher und günstiger lässt sich der Schaden beheben.
Warten Sie nicht, bis Schimmel entsteht oder sich die Feuchtigkeit weiter ausbreitet.
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